Immer wieder kommt es im Rahmen der Anreise zu und der Abreise von RWE-Spielen zu sehr gefährlichen Situationen rund um den beschrankten Bahnübergang an der Hülsenbruchstr.! Dieses Mal ist ein/mehrere Autofahrer nur knapp einem Unglück am Bahnübergang Hülsenbruchstr. entgangen.
Am 5. Dezember 2025 gerieten aufgrund starken Verkehrs – insbesondere im Zusammenhang mit einem Heimspiel von Rot-Weiss Essen – drei Autos auf dem Bahnübergang zum Stehen. Während zwei Fahrzeuge rechtzeitig entkamen, blieb ein dritter Pkw zwischen den sich schließenden Schranken eingeschlossen. Nur durch schnelles Rangieren und großes Glück konnte ein Zusammenstoß mit einem herannahenden Zug verhindert werden. Eine Augenzeugin beschreibt die Situation als äußerst gefährlich und betonte die regelmäßigen Verkehrsprobleme an Spieltagen. Man mag sich gar nicht ausmalen, was ein Unfall hätte auslösen können: entgleister Zug, herumfliegende Trümmer, Explosionen, Personenschäden u.v.a.m.!
In der Folge forderte die Bürgerinitiative BIGWAM, per Antrag an die BV V, Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, z.B. die Einführung einer Einbahnstraßenregelung zur Abreisezeit an RWE-Spieltagen. Wir argumentierten, dass der Verkehr dadurch geordneter und sicherer verlaufen könnte. Diesen Antrag erhielt die Bezirksvertretung V im Dezember 2025, die diesen auch der Stadt m.d.B. um Stellungnahme zuleitete. (wir berichteten)
Die Stadt Essen, insbesondere das Amt für Straßen und Verkehr, sieht in ihrer nun nach langer Zeit gegebenen Antwort, jedoch keinen Handlungsbedarf: „Laut Straßenverkehrsordnung hätten die Autofahrer den Bahnübergang nicht befahren dürfen, wenn ein Rückstau absehbar war.“ Die Behörden führen den Vorfall daher auf individuelles Fehlverhalten zurück. Was an sich nichts Neues und faktisch richtig ist. Dumme Menschen gibt es genug in dieser und anderen Städten, was jeden Tag auf Essener Straßen unter Beweis gestellt wird: trotz Rückstau in die Kreuzungen zu fahren, bei Rot trotzdem noch über die Ampel fahren, usw. .
Nur – darf deshalb die städtische Behörde zusehen, wie sich bei nächster Gelegenheit eine Katastrophe (wie oben beschrieben) dort ereignen könnte, statt präventiv dort einzuschreiten?
Der Vorsitzende der BIGWAM, Abed Öztep, beschreibt: „Nicht nur, dass wir als Anwohner ständig mit dem unsäglichen Parkverkehr zu den Spielen von RWE leben müssen — Nein, hier werden offenbar wissentlich die Augen verschlossen vor einem Problem, das man nicht von einem Schreibtisch aus lösen sollte!“
Mannigfache Fotos und Beschreibungen der Situation zeigen auf, dass es immer wieder und regelmäßig zu diesen und ähnlichen Situationen kommt. Aber die Behörde sieht sich nicht einmal in der Verpflichtung eigene Vorschläge zu machen! (s. Vorlage der BezV V)
Auch laut Polizei gäbe es keine Hinweise auf regelmäßige Verkehrsprobleme an dieser Stelle. Eine weitere Anwohnerin dazu: „Ich habe hier zu diesen Stoßzeiten noch nie die Polizei gesehen. Kann ja auch nicht, da die auch mit Ihren Fahrzeugen hier gar nicht durchkommen.“

„Eine Einbahnstraße könne die Situation sogar verschärfen“, meint die Polizei.
Das sehen wir ganz anders, denn der Beweis wurde während einer Bauphase am BÜ eigentlich schon einmal geführt. Die Einbahnstr., per Klappschild aktiviert, von der Krablerstr. Richtung Hövelstr. würde das ständige Rangieren und Lückenspringen, wodurch erst ein Stau entsteht, obsolet machen!
Viele Fahrzeuge würden auch gar nicht erst in das Viertel einfahren und damit nach Spielschluss raus fahren müssen. Für alle ein Gewinn!
Mit den eigenen Aussagen und denen der Polizei betrachtet die Stadt den Fall als abgeschlossen. Aber, einen Beweis und/oder eine Herleitung der Aussagen bleiben Stadt und Polizei allerdings schuldig!
Anstatt selber initiativ zu werden und vielleicht zumindest einmal testweise während eines Heimspiels diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen, wird der Vorgang der Bezirksvertretung V nur zur Kenntnis zurückgegeben!
Wir sind seit mehr als 15 Jahren dabei, diese und andere Missstände und Bürgerbeschwichtigungen anzuprangern. Manchmal fühlt man sich in eben diese Zeit zurückgeworfen, in der Annahme wir als Anwohnende hätten keine Ahnung. Bürgernähe und ernst nehmen sieht anders aus. Wir haben doch wohl oft genug Sachkenntnis bewiesen!
Aber, wir wären nicht BIGWAM, wenn wir das Thema nicht weiter vorantreiben würden und nur darauf warten, bis an dieser Stelle Schlimmeres passiert. Wir werden uns aktiv einsetzen und der Behörde keine Ruhe lassen, bis es eine für alle Anrainer akzeptable Lösung gibt!
U.a. steht es uns rechtlich zu, wegen unterlassener Gefahrenabwehr (Untätigkeit) die Behörde ggf. rechtlich in Anspruch zu nehmen!
So heißt es: „Wenn trotz eindeutiger Hinweise die Behörde untätig bleibt und später ein Schaden eintritt, sind Amtshaftungsansprüche und ggf. strafrechtliche Ermittlungen möglich.“ Selbst wenn es „nur“ zu Sachschäden kommen sollte, würde es die Verwaltung teurer kommen, als jetzt zu handeln!
Effektiver ist es allerdings, vorher nochmals das gemeinsame Gespräch zu suchen!
Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich auf unserer nächsten Bürgerversammlung am 28. Mai 2026 um 19 Uhr im Kreuzer, wo uns u.a. der Amtsleiter Fliegner zum größeren Thema „RWE – Ausbau der Ecken“ für Diskussionen zur Verfügung stehen wird.