Fast ein schrecklicher Unfall am BÜ Hülsenbruchstr. vor RWE-Spiel

Am Abend des 5. Dezember kam es am Bahnübergang Hülsenbruchstraße zu einem äußerst gefährlichen Vorfall, der uns als BIGWAM e.V. erneut die Dringlichkeit eines funktionierenden Verkehrskonzeptes vor Augen führt.
Um 18:45 Uhr entstand – ausgehend vom Rückstau der anreisenden RWE-Fans – eine Situation, bei der drei Fahrzeuge auf den Bahngleisen zum Stehen kamen. Kurz darauf schlossen sich die Schranken. (Anm.: Ja, wir wissen wie blöd das ist noch auf die Gleise zu fahren!).
Ein Fahrer konnte noch zurücksetzen, ein weiterer auf den Gehweg ausweichen.
Ein drittes Fahrzeug jedoch war vollständig von den vier geschlossenen Schranken umgeben.
Nur durch hektisches Rangieren gelang es dem Fahrer, sein Fahrzeug seitlich an die Schranke zu setzen, bevor ein Personenzug durchfuhr.

 ➡ Es kam glücklicherweise zu keinem Unfall – aber es war äußerst knapp!

Eine ähnliche Situation, bei der aber alle Fahrzeuge den inneren Bereich noch verlassen konnten, fand rund 1 Stunde früher am selben BÜ statt. Hier hatte die Warte, nach Aussage einer Augenzeugin, die Schranken noch einmal kurz gehoben.

Für uns handelt es sich mind. bei dem oben geschilderten Fall, um einen Beinahe-Unfall mit potenziell tödlichem Ausgang, der zeigt:

  1. Die derzeitige Verkehrsführung ist in Stoß- und Spielzeiten nicht mehr beherrschbar.
    Diese Gefährdung entsteht nicht zufällig, sondern wiederkehrend, insbesondere bei Heimspielen von Rot-Weiss Essen.
  2. Eine akute Gefährdungslage im Sinne von §45 Abs. 9 StVO ist eindeutig vorhanden.
    Die bisherige Einschätzung der Verwaltung, eine solche Gefahrenlage sei „nicht ersichtlich“, kann nach diesem Vorfall nicht aufrechterhalten werden.
    Hinzu kommt:
    Bei der Bürgerversammlung in Vogelheim war Herr Andreas Demny vom Amt für Straßen und Verkehr persönlich anwesend und konnte die problematische Verkehrssituation mit eigenen Augen sehen.
    Wenn selbst die zuständige Fachbehörde die Lage vor Ort miterlebt, muss dies konsequent zu einer Neubewertung führen.
  3. Während der RWE-Heimspiele fordern wir erneut die Einführung einer Einbahnstraßenregelung.
    Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich über mehrere Monate – während der Baustelle im Bereich der Hülsenbruchstraße – gezeigt hat, wie geordnet und sicher der Verkehr verlief, als dort eine faktische Einbahnstraßenführung bestand.
    Dieser Zeitraum hat klar bewiesen: Es kann auch anders gehen – und zwar deutlich sicherer.

 ➡ Wir dürfen nicht warten, bis Menschen ernsthaft verletzt werden oder ihr Leben verlieren, bevor gehandelt wird!

Im Übrigen hat der beauftragte Wachdienst wieder einmal bereits rd. 140 Minuten vor Beginn des Spiels (kein Hochrisikospiel!) die Straßen gesperrt.
Obwohl es die eindeutige Vorgabe gibt, erst ca. 90 Minuten vor Beginn tätig zu werden. Das erleben wir als Anwohner bei fast jedem Heimspiel!
D.h. hier hat die viel zu frühe Sperrung fast einen tragischen Unfall ergeben, da dieser Vorfall eindeutig auf den Parksuchverkehr zurückzuführen ist!

Unsere Forderungen:
Wir bitten daher dringend um:

  • eine sofortige Bewertung des Vorfalls durch Polizei, Bahn und Verkehrsbehörde,
  • eine Neubewertung der Gefährdungslage am Bahnübergang,
  • die ernsthafte Prüfung einer Einbahnstraßenregelung während RWE-Spieltagen,
  • eine konsequente Zufahrtsbeschränkung bestimmter Bereiche a la Rüttenscheid/Messe und entsprechender Anwohnerregelung,
  • sowie die Entwicklung eines nachhaltigen Verkehrskonzeptes, das die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet.

Dass der Zug trotz des blockierten Übergangs keine Notbremsung eingeleitet hatte, obwohl der Bahnübergang kamerabasiert überwacht wird, wirft zusätzliche Fragen auf, die ebenfalls dringend geklärt werden müssen!

 ➡ Wir bleiben am Ball und werden berichten!

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